Bauchtanz-Kalender Geschichten

Printausgabe - Aus dem Bauchtanz-Taschenkalenderprojekt der Jahre 2002-04 hervorgegangen, enthält das Buch Wissenswertes und Kurioses rund um Bauchtanz als Hobby und Berufswahl.

Am Ende des Buches befindet sich ein Dauerkalender für eigene Notizen.

eBook - Inhalt wie in der Printausgabe

 

Warum Bauchtanz? Diese Frage wird immer wieder gestellt. Viele haben versucht, eine Antwort zu geben, zusammengefasst in den Bauchtanz-Kalender Geschichten.

Bei Wikipedia ist man der Meinung, dass Orientalischer Tanz zum Rotlicht-Milieu gehört (Ursprung des Striptease) und unterstellt bauchtanzenden Frauen exhibitionistische Neigungen. Damit wird kritiklos der patriarchale Blick auf Frauen übernommen, der von den Orientreisenden des 19. Jh. geprägt wurde. Auf die Idee, dass Frauen den Orientalischen Tanz lieben, weil er ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden fördert, kann (oder will) man so natürlich nicht kommen.
In Wirklichkeit bezieht sich der Orientalische Tanz in seinem Ursprung auf Geburtstänze matriarchaler Kulte in Afrika und diente der Lebensfreude, Gesundheit und Magie, bevor er sich mit dem Aufkommen des Patriarchats in seiner langen Geschichte zum Show- und Unterhaltungstanz entwickelte  und zu oben genannten Missverständnissen Anlass gab. Das alles will Wikipedia aber nicht wahrhaben. Warum wohl? Weil Wikipedia im Lenkungsinteresse und nicht im Erkenntnisinteresse betrieben wird, obwohl sie sich den Anschein geben, 'objektiv' zu sein.

Siehe Wikipedia am 23.4.2018, wo man Orientalischen Tanz wie eben erwähnt, um ihn zu diskreditieren, dem Rotlicht-Milieu zuordnet.:

Indem man ihnen den Orientalischen Tanz 'madig macht', will man Frauen das wegnehmen, was ihre Lebensfreude und Magie steigern könnte, sie könnten sonst anfangen, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen - im Patriarchat.

 

Langsam aber sicher verschwindet aufgrund der massiven Diskreditierung des Orientalischen Tanzes in den letzten 10 Jahren die noch in den 80er Jahren zu beobachtende Begeisterung für Orientalischen Tanz in unseren Breitengraden allmählich wieder.  Frauen wollen diesen Tanz immer weniger als zu ihrem Frausein dazugehörig ansehen. Das ist u. a. auch dem Gender-Mainstreaming geschuldet, das sich in den letzten ca. 20 Jahren zunehmend in unserem Alltag ausbreitet. Diese allgemeine Gleichmacherei von Männer und Frauen in Richtung Androgynität (dem dritten Geschlecht) geht zu Lasten der Gesundheit beider Geschlechter. In der patriarchalischen Gesellschaft, in der wir leben, mit ihrer Verherrlichung von Krieg und Gewalt (siehe TV), soll alles Feminine bzw. Verspielte möglichst unterdrückt werden.
Demgegenüber suchten Frauen in den 80er Jahren letzten Jahrhunderts, wie das Buch "Bauchtanz-Kalender Geschichten" zeigt, mit Bauchtanz, als dem weiblichsten aller Tänze, noch bewusst selbst den Kontakt zur eigenen Weiblichkeit, die ihnen heutzutage offenbar zunehmend durch mediale Kampagnen
gegen weibliche Freizügigkeit ausgetrieben werden soll.

Buchtrailer auf Youtube ansehen.

"Bauchtanz-Kalender Geschichten" vermittelt einen Eindruck vom Lebensgefühl zur Zeit der Jahrtausendwende in der Orientalischen Tanzszene Deutschlands, das unter dem Motto "Peace, Love and Soul" Ende der 70er Jahre aus den USA zu uns über den großen Teich herüber schwappte, und ist Zeugnis für die Erfahrung von Freude beim Verschmelzen von Musik und weiblichem Körper im Orientalischen Tanz.

 

Diskutiert mit mir im Bauchtanz-Forum.